Räuchern zu heiligen Zeiten – 30. Oktober 2015

Letzten Freitag waren Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer,  Sandra Vielmetti (Kräuter & Geist) als Veranstalterin und Mag. (FH) Hannelore Kleiß als Vortragende; Autorin des gleichnamigen Buches; erschienen im freya-Verlag 2015 zu Gast in der Kräuterei.
Bei einem wohltuenden „Auszeit“-Tee erzählte uns Hannelore von im Jahreslauf bedeutsamen heimischen Räucher-Kräutern sowie über Bräuche und Rituale der althergebrachten bäuerlichen Kultur.
Alle lauschten fasziniert über die Geschichten und Bräuche zu den Rauhnächten, der Sommer- und Wintersonnenwende, Ostern und dem Erntedankfest. Was es um die „Wilde Jagd“ auf sich hat und warum früher zum Beispiel zu dieser Zeit keine Wäsche hängen bleiben und man Essen nach draußen stellen soll, eine Kerze ins Fenster stellt und am Weihnachtsabend auf keinen Fall in den Stall gehen soll, da dort die Tiere miteinander sprechen und es Unheil bringt, diesen zuzuhören.
Wie Hannelore so amüsant sagte: „Als kleines Kind wollte ich natürlich schon hören, was die Tiere miteinander reden – aber ich hab mich viel zu sehr gefürchtet raus zu gehen, weil es ja so dunkel war und ich wollte auch kein Unheil über mich kommen lassen…“
Nach einer kurzen Pause erfuhren wir mehr über Zunderschwamm, Räuchergefäße und natürlich die beim Räuchern bedeutsamen Pflanzen wie zB. Beifuß, Wacholder, Quendel, Ruchgras, Wildrose uvm.
Hannelore verriet uns, wie sie und ihre Familie auch heute noch die Bräuche hochhalten. Anschließend konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst das Räuchern probieren und sich eine individuelle Räuchermischung zusammenstellen.Es war ein wunderschöner, „entschleunigter“ und lehrreicher Abend – das Gehörte wird so manchen von uns Ansporn sein, auch in den eigenen vier Wänden das Räuchern wieder zu einem fixen Ritual aufzunehmen.
Mehr zum Räuchern zu heiligen Zeiten und Ritualen im Jahreskreis im gleichnamigen Buch von Hannelore Kleiß.

Hier ein paar Impressionen: