„halb“basische Buchweizen-Weckerl mit Schwarzkümmel

Sonntag – heute ist Brot-back-tag…

Heute war mir wieder einmal nach Brotbacken, na eigentlich Weckerl backen (unterscheidet sich ja aber eh nur nach der Form…).
Basisch sollte es sein, um der Übersäuerung meines Körpers entgegenzuwirken – ist’s nicht ganz geworden sondern basenüberschüssig – auch sogenannte „gute“ säurebildende Lebensmittel gehören in die gesunde Ernährung. Die basische Ernährung versorgt den Menschen mit leicht aufnehmbaren basischen Mineralstoffen sowie mit allen Nähr- und Vitalstoffen, die der Körper benötigt. Gleichzeitig verschont die basische Ernährung den Menschen mit all jenen sauren Stoffwechselrückständen, die bei der üblichen Ernährungsweise im Körper entstehen. Der Säure-Basen-Haushalt wird harmonisiert, so dass in allen Körperbereichen wieder der richtige und gesunde pH-Wert entstehen kann. Tabellen welche Lebensmittel basisch, gute und schlechte Säurebildner sind findet ihr hier von Zentrum der Gesundheit.
Aber viel wichtiger war mir heute, dass ich mir was richtig Leckeres zaubere…
Also gleich mal in meine Vorratsschränke geguckt, welche Schätze da auf Verarbeitung warten:
Buchweizen (ist ja kein Getreide sondern ein Knöterichgewächs und hochbasisch), Vollkorngetreide von T-Kornkraft (nicht basisch aber gute Säurebildner), selbst gemachtes 7-Kräutersalz, Oliven- und Schwarzkümmelöl, Samen (teilweise aus meinem Garten geerntet) wie Koriander, brauner Gewürzfenchel, Wildkümmel, Anis und Schwarzkümmel. Noch ein paar Sonnenblumenkerne und los ging’s – hier das Rezept:

Zutaten
500g Buchweizen, 500g Vollkorngetreide gemischt (Kammut, Roggen, Weizen, Einkorn)
ca. 3/4 lt. lauwarmes Wasser
1 EL 7-Kräutersalz (mit Urgesteinssalz) – nehmt unbedingt unsortiertes Salz!
1 TL Rohrohrzucker (nehmt keinen Birkenzucker, dieser hemmt bzw. hindert die Hefebakterien beim „arbeiten“)
1,5 Pkg. frische Germ
je 2 TL Anis, Koriander, Wildkümmel, brauner Gewürzfenchel, Schwarzkümmel
1 kl. Handvoll Bio-Sonnenkerne
je 1 EL Bio-Olivenöl und -Schwarzkümmelöl – kaltgepresst möglichst kbA ( kontrolliert biologischer Anbau)

Zubereitung
° Getreide in der Getreidemühle (die hab ich und bin sehr zufrieden damit: Komo Getreidemühle Magic, 250 Watt, Mahlleistung ca. 100 g/min Weizen feinfrisch mahlen und mit dem 7-Kräutersalz vermischen und in einen Weidling (ich liebe den von meiner Oma: alt, braun und eine meiner Lieblingsutensilien in der Küche) oder eine große Schüssel geben.
° Dampferl machen: Die Germ in ca. 1/4lt. lauwarmes Wasser einprasseln, 1 TL Rohrohrzucker dazugeben und versprudeln. Mit 1 TL Mehl bestäuben. An einem warmen Ort warten, bis es „blubbert“ – die Germ macht seine Arbeit…
° Samen im Stein-Mörser fein mörsern
° Dampferl, restliches lauwarmes Wasser, Öle und Mehl-Salzgemisch und gemörserte Gewürze zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten – je nach Mehl weniger oder mehr Wasser beigeben – soll ein nicht zu fester, geschmeidiger Teig werden. Zum Schluss noch 1 kl. Handvoll Sonneblumenkerne mit einarbeiten. Ihr könnt natürlich auch Sesam, Kürbiskerne, Walnüsse, Mandeln – übrigens auch basisch, Leinsamen,.. rein geben.
° Weidling mit einem Geschirrtuch oder Topfdeckel abdecken und den Teig ca. 3/4 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen – das Volumen sollte sich verdoppeln.
° Teig auf einem bemehlten Nudelbrett nochmals durchkneten und Weckerlportionen daraus formen. Die Größe und Form bestimmt ihr: flach gedrückte Kugeln werden „Fladen“, ihr könnt die Kugeln auch kreuzweise einschneiden. In eine Kastenform gegeben oder als Laib wird’s ein Brot. Mit dem Geschirrtuch wieder zudecken und nochmal gehen lassen.
° Backrohr auf 200°C vorheizen (Heißluft auf 180°C)
° ein kleines mit Wasser gefülltes Email-Häferl auf den Boden des Backrohres stellen – dient zur Dampfzufuhr während des Backens.
° nun die Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit ein wenig kaltem Wasser bepinseln und Kreuzkümmel drauf streuen
° ca. 7-10 Minuten backen – im Auge behalten, damit ihr keine „Pflastersteine“ bekommt!

Also ich hab sie dann noch halbwarm, mit Butter bestrichen und mit frischem Schnittlauchröllchen sowie einer klitzekleinen Prise selbst gemachtem Selleriesalz genossen – Mhhhhh – sooo lecker.
Den Rest hab ich eingefroren – so hab ich immer frische Vollkornweckerl zur Hand (gefroren bei 120°C ca. 5 Minuten in’s Backrohr)

aktuelle Workshops findet ihr hier: www.diekraeuterei.at/workshops/termine

und das ganze als „Daumenkino“:

2 Kommentare
  1. Mahringer Gusti sagte:

    Liebe Karina!
    Deine Buchweizen-Weckerl sind wirklich sehr lecker. Ich kenne viele Rezepte, aber von Buchweizen habe ich das erste Mal welche gemacht. Danke.
    Mir gefällt deine Website sehr, ich habe auch den Spitzwegerich-Sirup gemacht. supa.
    Liebe Grüße von Gusti!

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