„auftischt“ – Impressionen Wildkräuter-Kochworkshop „frische Unkräuter von der Wiese“, 21. Mai 2016

Wildkräuterküche im Mai – „frische Unkräuter von der Wiese“ – so das Thema unseres Wildkräuter-Kochworkshops am Samstag.
Das Angebot an frischen Kräutern ist jetzt fantastisch. Wahre Aromalieferanten, die nur darauf warten für ihren Einsatz in der Küche entdeckt zu werden.
Gesagt – getan: bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns daran die Zutaten für unsere Rezepte aus den Wiesen um’s wunderschöne Bruckmayrgut zu holen. Fleißig sammelten Ehrentraud, Isabella und Sabine die besprochenen Kräutlein. – Auch wenn Isabella nicht ganz das passende Schuhwerk trug – die Körbe wurden rasch gefüllt.
Im Gwölb wurden nun die Rezepte von meiner Kräuterpädagogin-Kollegin Johanna Strauß bei einem Gläschen Flieder-Frizzante näher besprochen.
Nun aber ans „Werkeln“ – los ging’s mit Kräuter putzen, schnippeln, mixen, Teig herstellen,… Zwischendurch stärkten wir uns mit einem frischen, grünen Power-Smoothie.
Schnell ging’s und fertig waren als Appetizer in Bierteig gebackene Blütensprosse und Wiesenkräuter. Weiter im Menüplan: pikanter Mai-Wiesen Kuchen mit Wildkräutersalat und als Nachspeise ein Waldmeister-Joghurtmoose mit Maiwipferl-Biskuitherzen.
Getafelt wurde im schattigen Innenhof wo sich auch Waltraud und Max Niedermayr zu uns gesellten und kosteten – sie befanden alles als „seeeeehr lecker!“

…ab jetzt werden viele als Unkräuter verschimpften Plänzchen kulinarisch genossen – Nutzen wir doch diesen reich bestückten Naturladen mit seinen vitaminreich und gesunden, essbaren Wildpflanzen!
Impressionen zum Workshop:


 


Meine Bio-Orangenmarmelade mit Schuss

So hat’s angefangen in Kurzfassung: netswerk.at-„Orangen Hilfsaktion“. Gesagt-getan: Je 5 kg frische BioOrangen & -Mandarinen direkt vom Baum von Dimitrios und Antje aus Süd-Peloponnes bestellt und nach nur 1 1/2 Wochen geliefert. In Hörsching abgeholt und – was wird da jetzt Leckeres draus? – Naja, ein paar der duftendend orangen Früchtchen wurden bei der Überlegung gleich ausgeschlossen, da gleich im Mund gelandet. Sooo saftig, süß und vor allem Bio!

Meine Bio-Orangenmarmelade mit Schuss!
Also los ging’s:
Zubereitung:
• Orangen in heißem Wasser abspülen – sind zwar garantiert ungespritzt aber zum Schutz für den Transport mit einer dünnen Wachsschicht besprüht worden.
• Mit dem Sparschäler die Schale heruntergepult (die erhalten ihre weitere Verwendung in Salz & Zucker – ein wenig hab ich auch mit Sternanis als Likör angesetzt). – Achtet bei der Weiterverwendung der Schalen darauf, dass natürlich 1) Bio und ungespritzt und 2) so wenig wie möglich Weißes dran bleibt – macht bitter!
• Dann alles Weiße von den Orangen wegschneiden, Filets herausschneiden und Rest noch kräftig ausgedrückt – das ist wahrlich eine zeitraubende Arbeit – aber wenn man das nicht macht, wird’s bitter und das wollte ich nicht…
• die Orangenfilets + Saft ca. 1 Std. sachte köcheln lassen, dann mit dem Pürierstab „zermantschgern“ – wer möchte kann natürlich auch die ganzen Orangenfilets lassen.
• Mit Zucker und aufgelöstem Pektin 2x 5 Min. aufkochen lassen und Gelierprobe machen
• Zum Schluss noch ein kräftiger Schuss Picon (= franz. Orangenlikör – übrigens ein Schuss in’s Bier auch ganz lecker! – bei einem Elsass-Urlaub kennen und lieben gelernt)
• Kostprobe gemacht und für sooo lecker befunden, in hübsche Gläser abgefüllt und etikettiert

– eine kleine Menge hab ich noch mit Ingwer & Chili „pikantiert“ – ist sicher ganz toll zu Käse…

Zutaten ( ergibt 13 Gläser à 180g):
5 kg Bio-Orangen direkt aus Griechenland – da bleibt dann effektiv ca. 1.800g Fruchfleisch+Saft
2 kg Zucker
30g Pektin (geht auch  mit Agar-Agar oder Guarkernmehl)
kräftiger Schuss Picon

Frischer und nachhaltiger geht’s nicht!

pikante Wald- & Wiesen Blätterteigschnecken

Zutaten (ergibt 2 Blech):
1 Handvoll junge Triebe & Blüten Wald-/Wiesenkräuter gemischt wie zB Taubnessel, Giersch, Gundelrebe, Gänseblümchen, Schafgarbeblättchen, Vogelmiere
250g Bio-Topfen
1 EL Löwenzahnhonig (geht natürlich auch guter Bio-Honig)
2 TL Kräutersalz (ich nehme gern mein „Rübezahl“ – die kleinen Rote Rüben-Stückchen färben den Topfen schön rosa)
1 TL Galgant gemahlen
1 Bio-Ei
2 Pkg. Dinkel-Blätterteig (die ganz Motivierten unter euch können den Blätterteig natürlich auch selbst mit Butterziegel,…)

Zubereitung:
Die frisch gesammelten Wildkräuter säubern (wenn möglich nicht waschen – achtet schon beim Sammeln darauf, dass ihr nur saubere Kräutlein erntet!) und fein hacken. Nun den Topfen mit den Kräutern und Honig vermengen und mit Salz und Galgant abschmecken.
Den Blätterteig aufrollen und mit der Topfen-Kräutermasse dünn bestreichen. Zu einer festen Rolle formen und ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech auflegen (nicht zu eng – gehen noch auf) und mit dem verquirlten Ei bestreichen.
Bei 180°C Heißluft ca. 20 Minuten knusprig goldgelb backen.

Mit einem Glaserl Weißwein genossen ein „Gedicht“ – bon apetit…

Ab jetzt ärgern wir uns nicht mehr über „Unkräuter“ sondern nutzen diese kulinarisch!

 

„auftischt“ – Impressionen Wildkräuter-Kochworkshop 13. April 2016

Jausenzeit! – Aufstrichideen, Brot & Gebäck – so das Thema unseres Wildkräuter-Kochworkshops am Mittwoch Abend.
Das Angebot an frischen Kräutern ist jetzt fantastisch. Wahre Aromalieferanten, die nur darauf warten für ihren Einsatz in der Küche entdeckt zu werden.
Gesagt – getan: trotz herannahendem Unwetter machten wir uns daran die Zutaten für unsere Rezepte aus den umliegenden Wiesen zu holen. Fleißig sammelten die Damen die besprochenen Kräutlein und husch, husch hinein – der Sturm war im Anmarsch.
Im Gwölb geschützt vor Wind & Wetter wurden nun die Rezepte
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„halb“basische Buchweizen-Weckerl mit Schwarzkümmel

Sonntag – heute ist Brot-back-tag…

Heute war mir wieder einmal nach Brotbacken, na eigentlich Weckerl backen (unterscheidet sich ja aber eh nur nach der Form…).
Basisch sollte es sein, um der Übersäuerung meines Körpers entgegenzuwirken – ist’s nicht ganz geworden sondern basenüberschüssig – auch sogenannte „gute“ säurebildende Lebensmittel gehören in die gesunde Ernährung. Die basische Ernährung versorgt den Menschen mit leicht aufnehmbaren basischen Mineralstoffen sowie mit allen Nähr- und Vitalstoffen, die der Körper benötigt. Gleichzeitig verschont die basische Ernährung den Menschen mit all jenen sauren Stoffwechselrückständen, die bei der üblichen Ernährungsweise im Körper entstehen. Der Säure-Basen-Haushalt wird harmonisiert, so dass Weiterlesen