„KaKola“ – Eberraute-Sirup

Kola-Sirup aus Eberraute
…das Gute daran – eigentlich gibt’s bis auf den Zuckergehalt und die NICHTaufputschende Wirkung nix „Schlechtes“ daran: schmeckt nach Cola, das Kräutlein dazu wächst im Garten und der Sirup hat KEIN Koffein! Damit das schlechte Gewissen betreffend Zucker nicht ganz so groß ist: mit braunem RohRohrzucker geköchelt.
Selbstgemacht, geliebt von Groß und Klein (insbesondere von Mamas & Papas – weil sie nun zu den kleinen Zwergen „ja“ zu Cola sagen können):

Zutaten (Mengenangabe ist das Basisrezept für ca. 1,5 bis  2 lt. Sirup – also einfach multiplizieren und Wintervorrat anlegen:
2 Handvoll Eberraute (Artemisia abrotanum; Colakraut) – Eberraute gehört zu den Bitterkräutern wie auch Wermut und Beifuß
2 Stiele Zitronenmelisse
1 Minzezweigerl
4 EL Zitronen- oder Limettensaft (Bioqualität)
1 lt. Wasser
2 Stk. Vanilleschote
250g RohRohrzucker Demerara
250g Kandiszucker
1 TL Zuckercouleur (bei Bedarf)
saubere Flasche, Topf, Sieb, Passiertuch

Zubereitung:
° mit einer Schere die Triebspitzen von der Eberraute abschnippeln (ist ein wenig Aufwand, lohnt sich aber. Tust du’s nicht, wird der Sirup sehr bitter!)
° Wasser zum Kochen bringen und die Hälfte der Eberraute darin kurz aufwallen lassen. Abseihen und Sud auffangen.
° im Sud nun die restliche Eberraute, die Zitronenmelisse und das Minzezweigerl ca. 30 Minuten ziehen lassen – abseihen
° in diesem Sud nun Kandis- und RohRohrzucker bei kleiner Hitze schmelzen, Zitronensaft und aufgeritzte Vanillestangen bei geschlossenem Deckel (sonst „entfleuchen“ dir die ätherischen Cola-Düfte“) ganz sachte für ca. 1/2 Stunde köcheln lassen. – Im Auge behalten, damit nix übergeht…
° nun den Sirup durch ein Passiertuch oder Leintuch abseihen – Achtung: richtig heiß – Finger nicht verbrennen!
° Kost- und „Farbprobe“ machen und bei Bedarf mit ein wenig Zuckercouleur „färben“ – probier unbedingt den mit Wasser aufgespritzten Saft – erst dann siehst du ob er dunkel genug ist.
° noch heiß in sauber, mit Alkohol ausgespülte, hübsche Flaschen abfüllen.
° etikettieren
° kühl und dunkel lagern – haltbar gut 1 Jahr; aber so lang hat er bei mir mir noch nie haltbar sein müssen…

Je nachdem ob du eher auf der süßen Seite oder nicht so bist mit Soda aufspritzen.
Nach Geschmack kannst du auch noch Zitronen- oder Limettensaft dazugeben – dann hast du ein spritziges „Cola-Citron“

Zur Namensgebung: KaKola steht für „Kein Kola; oberösterreichische Mundart oder/und Karina-Kola; abgekürzt

und hier eine kleine Foto-Anleitung:

Oma’s Innviertler Mostkeks – die Besten!

Weihnachtszeit – Kekserlzeit…
Die mit Abstand allerallerbesten Kekserl, die Kindheitserinnerungen wecken.
Nach Oma’s Rezept:

Das braucht ihr:
° 400g Weizenvollmehl
° 400g Butter
° 7 EL Most (den guten vom Bauernmarkt!)
° Birkenzucker – gemahlen (also wie Staubzucker)
° 1 TL Bourbon-Vanille getrocknet
° Oma’s Ribiselmarmelade

Und so kommt ihr zu den besten Mostkeks:

die zimmerwarme Butter klein geschnitten zum Mehl geben und „abkrümeln“ 
7 EL besten Most dazugeben und einen geschmeidigen Teig kneten
 zu einer Kugel formen, in Folie einwickeln und ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank rasten lassen
 inzwischen das Backrohr auf 200°C aufheizen (bei Umluft reichen 180°C) und 2 Backbleche mit Backpapier belegen.
In einer flachen Schale oder Schüssel den Zucker mit der Bourbon-Vanille mischen
Marmelade öffnen – und unbedingt mind. 4 TL kosten!!!
 Teig aus dem Kühlschrank nehmen und nochmal durchkneten. Dünn ausrollen und mit kleine, runde Kreise ausstechen.
 auf jedes Keks einen kleinen Klecks Ribiselmarmelade setzen (nicht vergessen: Marmelade immer wieder auf geschmackliche „Richtigkeit“ prüfen!) und zu kleinen Halbmonden falten – darauf achten, dass alles Ränder geschlossen sind – sonst habt ihr die Marmelade dann am Blech und nicht im Keks!
 ab in’s Rohr damit und ca. 6-10 Min. backen – wenn sie eine schöne Farbe haben, aber nicht dunkelbraun sind – raus damit.
 Die noch heißen Kekse im Zucker-Vanille-Gemisch wälzen – und nicht vergessen: kosten, kosten, kosten

–> Je nach Menge der Verkostung abgekühlt in eine Metalldose geben (Schaut euch diese Dose an – hier sind eure Keks gut „getarnt“ und vor „feindlichen“ Übergriffen gesichert.
Meine Empfehlung: Mindestens 3x täglich kosten!

Es gibt keine Besseren!!!!


 


„feurige Schötchen“ – Chili-Paste

feurige Schötchen ins Glas gebracht – selbst gemachte Chili-Paste…

Soviele Chilis heuer – ins Glas für den Winter…
selbst gemachte Chili-Paste für „feurige“, kulinarische Erlebnisse:

Zutaten
Chili bunt gemischt – wenn möglich aus dem eigenen Garten
Zwiebel, Knoblauch und Paprika (bunt) – alles was so in eurem Garten wächst
Tomaten – quer durch die Sortenvielfalt
Rohrohrzucker
Urgesteinssalz, geräuchertes Paprikapulver
Tomatenmark
Balsamico-Essig

Zubereitung
° Die Chilis (unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen – unbedingt Handschuhe anziehen!) klein schneiden
° Zwiebel würfelig schneiden, Knoblauch in Scheiben – Tomaten und Paprika in kleine Stückchen.
° Alles in einem Topf mit Rohrohrzucker, Urgesteinssalz und geröstetem Paprikapulver bei mittlerer Hitze mindestens 2 Stunden unter laufendem Rühren einkochen – Achtung beim „in den Topf schauen“ – das Capsaicin, das im Dampf gelöst ist kann ordentlich in den Augen brennen. Manche setzten sich eine Schutzbrille auf oder sogar eine Taucherbrille – hihi / fesch ist was Anderes aber Sicherheit geht vor…
° Zum Ende der Garzeit den Balsamico-Essig und das Tomatenmark beigeben und bei heruntergeschalteter Hitze noch mal ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen (Aufpassen: das Wasser der Tomaten hat sich schon verkocht – durch das Tomatenmark erhält es die cremige Konsistenz, brennt allerdings auch leicht an!)
° Kostprobe machen und gegebenenfalls noch mit Salz und Zucker nachwürzen – aber Achtung: Gefahr von „Zungenlähmung“ wenn ihr die ganz scharfen Chilis dabei habt (Habanero,…)
° Nun die Paste vom Herd nehmen und mit dem Pürierstab zu einer geschmeidigen Paste verarbeiten
° In saubere, mit Alkohol besprühte Gläser (die Deckel nicht vergessen!) noch heiß einfüllen und mit gutem Olivenöl kBA bedecken und verschließen
° Hübsch beschriften und nun ab in den Keller damit (oder zumindestens kühl und dunkel lagern)

Zum Verfeinern (bzw. Befeuern) von Soßen, zu Wurst und Fleisch, gemischt mit eurer Lieblingsmarmelade zu Käse – eine feurig, wärmende Paste!!! – ACHTUNG: nix für NichtScharfEsser!!!

und das ganze als „Daumenkino“:

Wilde Möhre Samen – Grissini

gesunde Knabberei…

wir lassen Chips, Goldfischli, Brezel & CO mal in der Knabber-Lade!
Selbst gemachte Grissini mit Wilde Möhre Samen

Zutaten
1 kg Dinkelmehl (fein) – oder auch Kamut-, Einkornmehl – am besten frisch gemahlen
1 Pkg. frischer Germ, etwas Trockengerm
2 EL Wilde Möhre Samen fein gehackt oder gemörsert (ein wenig ganz belassen)
5 EL Schwarzkümmel- oder Olivenöl (kbA)
4 TL Kräutersalz, 3 TL Honig
ca. 600ml lauwarmes Wasser

Zubereitung
° Ofen auf 200°C vorheizen
° Mehl mit Trockenhefe und Salz gut vermischen.
° Germ in das lauwarme Wasser einbröseln, Honig dazugeben ca. 10 Minuten ruhen lassen, bis es Blasen wirft.
° In die Mehl/Salz-Mischung einrühren und mit dem Öl einen geschmeidigen Teig kneten – zugedeckt nochmals ca. 10 Min. gehen lassen.
° Die gehackten bzw. gemörserten Wilde Möhre-Samen einarbeiten und den Teig in kleine Stücke schneiden. Mit jedem Teigstück ca. 15-20cm lange Stangerl formen.
° Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, leicht mit Wasser bestreichen und die ganzen Wilde Möhre-Samen und ein wenig grobes Salz darüberstreuen.
° Im vorgeheizten Rohr ca. 10-15 Minuten knusprig backen

…noch warm „der Wahnsinn“ – aber auch kalt (in einer mit Papier ausgelegten Dose – nicht aus Plastik! –  aufbewahren) die leckere und gesunde Alternative zu Fertigknabbereien: Da weiß man, was drin ist!

und das ganze als „Daumenkino“:

Impressionen Kinderworkshop – „kreativ – heute werkeln wir“ 31. August 2016

„Ferianer“ in der Kräuterei – unter dem Motto: kreativ – heute werkeln wir!
Anna & Kathy aus England – die bei Ihren Verwandten in Oberösterreich Urlaub machten, Christina & Christoph (unser Hahn im Korb) sowie Rosi verbrachten einen der letzten Ferientage in der Kräuterei.
Unter dem Motto „kreativ – heute werkeln wir“ gingen sie motiviert ans Werk:
eine selbstgemachte Schokolade, die jeder individuell „ausschmücken“ konnte mit Kräutern, Blüten, Samen und Nüssen machte gleich mal Vorfreude auf’s Verkosten. Die kleinen Schokolatiere waren emsig am Werk. Sie musste ja auch rasch in den Kühlschrank, damit sie fest wurde bis zum Mitnachhause nehmen.
Weiter ging’s im schattigen Innenhof: Blubbernde Badepralinen mit selbst ausgesuchtem Duft und selbst bestimmter Farbe sollten es werden. Aber zuerst mussten mal die Ingredenzien ganz exakt abgewogen werden. Dann Handschuhe anziehen, damit beim Durchmischen nicht nur die Finger Farbe abbekommen! Eingefüllt in die Formen kamen nun auch die duftenden Schätzchen zum Aushärten in den Kühlschrank.
Zum Abschluss bastelten wir noch aus getrockneten Pflanzen ein Kräuter-Memory. Selbst beschriftet, laminiert und zugeschnitten.

Nach soviel „Arbeit“ taten ein erfrischender Wiesendudler, selbst gemachtes KaKola (koffeinfrei aus Eberaute) und leckere Wildkräuter-Blätterteigschnecken richtig gut. Die Schoki wurde „sicherheitshalber“ vor dem Einpacken gleich gekostet und für lecker befunden. Die Badepralinen, das Kräutermemory und die Rezepte zum Nachmachen wurden eingepackt.
Noch ein lustiges Gruppenfoto, ein lustiger Vormittag ging viel zu rasch vorüber!

⇒ DANKE Michaela, dass du uns so tatkräftig unterstützt hast!

Kreatives Werkeln in den Ferien – ein „produktiver“ Tag mit viel Spaß in der Kräuterei…

Impressionen zum Workshop:


 


Rosenblütensirup – luxuriös und sooo lecker!

Die Damaszener-Rose.
Mit ihrem betörenden Duft und Ihrem romantischen Aussehen verzaubert sie uns schon sein Jahrhunderten.
Vielfältig lassen sich die duftenden Rosenblüten-Blätter kulinarisch für uns nutzen: im Rosenblüten-Zucker, verzuckert als Dekoration auf Süßspeisen, als Rosenwasser, als Rosenblüten-Gelee und als Rosenblüten-Sirup

Das braucht ihr:
° ca. 4 Handvoll verlesene Rosenblüten
° 1 lt. Wasser
° 1 kg Zucker
° 5 g Zitronensäure (oder 6-7 EL Zitronensaft)
° ausgewaschene, evtl. mit Alkohol desinfizierte, schöne Flaschen

Und so macht ihr euren eigenen Rosenblüten-Sirup:

• Die Blüten der alten englischen Rosensorten „Damaszener“ am besten ganz zeitig in der Früh pflücken (jetzt ist der Gehalt am ätherischen Öl am höchsten – mit Voranschreiten des Tages lasst der Duft immer mehr nach)
Achtet darauf, dass ihr nur trockene Blüten sammelt – also nicht nach Regen!
• Die Blütenblätter verlesen und abzupfen (braune bzw. die ganz äußeren Blütenblätter, die leicht verdickte Stängelansätze  haben nicht verwenden!)
• Nun die Hälfte der Rosenblüten im Wasser 1x kurz aufkochen lassen und abseihen.
Den Sud in einen gereinigten Topf geben und die 2. Hälfte der Blütenblätter nun im Sud des 1. Vorgangs wieder einmal aufkochen und abseihen
• Sud wieder in einen gereinigten Topf geben und nun mit Zucker ca. 5 min. wallend köcheln lassen (gebt einen Deckel drauf, damit ich der „Duft“ nicht verloren geht!
• Jetzt über nacht zugedeckt rasten lassen und am nächsten Tag die Zitronensäure  beigeben und noch ein letztes mal kurz aufkochen. Wenn ihr Zitronensaft verwendet, dann den durchgeseihten Zitronensaft vor dem Rasten über Nacht dazugeben.
–> erst jetzt erhält der Sirup seine zart rote Farbe!
• In schöne, saubere Flaschen abfüllen und noch heiß verschließen. Etikettieren bzw. beschriften und an einem kühlen, dunklen Ort lagern

Dieser absolut unwiderstehliche Sirup passt fantastisch zu Prosecco oder Sekt. Auch über ein Sorbet oder Eis ein Geschmacks-Erlebnis!


 


Meine Bio-Orangenmarmelade mit Schuss

So hat’s angefangen in Kurzfassung: netswerk.at-„Orangen Hilfsaktion“. Gesagt-getan: Je 5 kg frische BioOrangen & -Mandarinen direkt vom Baum von Dimitrios und Antje aus Süd-Peloponnes bestellt und nach nur 1 1/2 Wochen geliefert. In Hörsching abgeholt und – was wird da jetzt Leckeres draus? – Naja, ein paar der duftendend orangen Früchtchen wurden bei der Überlegung gleich ausgeschlossen, da gleich im Mund gelandet. Sooo saftig, süß und vor allem Bio!

Meine Bio-Orangenmarmelade mit Schuss!
Also los ging’s:
Zubereitung:
• Orangen in heißem Wasser abspülen – sind zwar garantiert ungespritzt aber zum Schutz für den Transport mit einer dünnen Wachsschicht besprüht worden.
• Mit dem Sparschäler die Schale heruntergepult (die erhalten ihre weitere Verwendung in Salz & Zucker – ein wenig hab ich auch mit Sternanis als Likör angesetzt). – Achtet bei der Weiterverwendung der Schalen darauf, dass natürlich 1) Bio und ungespritzt und 2) so wenig wie möglich Weißes dran bleibt – macht bitter!
• Dann alles Weiße von den Orangen wegschneiden, Filets herausschneiden und Rest noch kräftig ausgedrückt – das ist wahrlich eine zeitraubende Arbeit – aber wenn man das nicht macht, wird’s bitter und das wollte ich nicht…
• die Orangenfilets + Saft ca. 1 Std. sachte köcheln lassen, dann mit dem Pürierstab „zermantschgern“ – wer möchte kann natürlich auch die ganzen Orangenfilets lassen.
• Mit Zucker und aufgelöstem Pektin 2x 5 Min. aufkochen lassen und Gelierprobe machen
• Zum Schluss noch ein kräftiger Schuss Picon (= franz. Orangenlikör – übrigens ein Schuss in’s Bier auch ganz lecker! – bei einem Elsass-Urlaub kennen und lieben gelernt)
• Kostprobe gemacht und für sooo lecker befunden, in hübsche Gläser abgefüllt und etikettiert

– eine kleine Menge hab ich noch mit Ingwer & Chili „pikantiert“ – ist sicher ganz toll zu Käse…

Zutaten ( ergibt 13 Gläser à 180g):
5 kg Bio-Orangen direkt aus Griechenland – da bleibt dann effektiv ca. 1.800g Fruchfleisch+Saft
2 kg Zucker
30g Pektin (geht auch  mit Agar-Agar oder Guarkernmehl)
kräftiger Schuss Picon

Frischer und nachhaltiger geht’s nicht!