Weißdorn-Tinktur

Die Weißdorn-Tinktur: Herztropferl aus der Natur

Und so gehts:
 Beeren des Weißdorns bei trockenem Wetter sammeln
 Im Mörser ein wenig zerkleinern (damit Zeltstruktur aufgebrochen wird und damit der   Alkohol die Inhaltsstoffe leichter lösen kann
 du kannst auch noch getr. Weißdornblüten, Zitronenverbene und Herzgespann dazugeben.
• Alles in ein gut verschließbares Glas (ich verwende gerne ein Bügelglas mit Gummiring) zirka zur Hälfte füllen.
• Mit Alkohol ca. 40 Vol.% (ich nehme immer Wodka, der hat keinen „Eigengeruch/-geschmack“ – es geht aber auch Korn) auffüllen, sodass alle Pflanzenteile bedeckt sind.
• Glas gut verschließen und regelmäßig schütteln – darauf achten, dass keine Beeren-/Pflanzenteile am Deckel haften bleiben – Schimmelgefahr! Besser die ersten 3 Tage nur umrühren und nicht schütteln.
• Nach ca. 4 Wochen hat der Alkohol die Inhaltsstoffe aus den Beeren gezogen (das erkennt ihr daran, dass die Beeren nun fast weiß sind und die Tinktur dunkel geworden ist)
• Nun könnt ihr abfiltern und in dunkle Flaschen abfüllen.
• Beschriften nicht vergessen! (Datum, Pflanze, Alkoholart und Vol.%)

Der Weißdorn wirkt herzstärkend und auch Blutdruck regulierend.
Die herzstärkende Wirkung bezeichnet man als positiv inotrop. Diese Wirkung hat auch der Fingerhut, allerdings in viel stärkerer Form, er hat zahlreiche Nebenwirkungen, kann sich ansammeln und ist potenziell tödlich!
Weißdorn erweitert die Blutgefäße und verbessert so die Durchblutung, vor allem die des Herzens. Weißdorn reguliert den Blutdruck – dh. zu hoher Blutdruck wird gesenkt / zu niedriger wird erhöht.

volksheilkundliche Verwendung:
° als Tee (Blüten und Blätter gemischt mit zB Zitronen-Verbene) oder auch zerstoßene Früchte als Abkochung.
° als Tinktur sog. „Herztropfen“: 1-2x täglich 10-50 Tropfen in Wasser oder Tee


 


Roter Sonnenhut Tinktur

Die Tinktur des Roten Sonnenhuts (Echinaceae) gehört in jede Hausapotheke!
Noch bis Oktober blüht der Rote Sonnenhut – jetzt die Blüten sammeln und zu einer Tinktur ansetzen.

Und so gehts:
 Blütenköpfe bei trockenem Wetter – am besten um die Mittagszeit – ernten.
 Blütenblätter und Samenansätze abzupfen.
 Die Blütenköpfe mit einem scharfen Messer zerkleinern.
• Alles in ein gut verschließbares Glas (in verwende gerne ein Bügelglas mit Gummiring) zirka zur Hälfte füllen.
• Mit Alkohol ca. 40 Vol.% (ich nehme immer Wodka, der hat keinen „Eigengeruch/-geschmack“ – es geht aber auch Korn) auffüllen, sodass alle Pflanzenteile bedeckt sind.
• Glas gut verschließen und die ersten 3 Tage umrühren – nicht schütteln!, sonst kann’s passieren, dass Pflanzenteile am Deckel haften und es euch zu schimmeln beginnt. Ab dem 4. Tag könnt ihr das Glas regelmäßig schütteln.
• Nach ca. 4 Wochen abfiltern und in dunkle Flaschen abfüllen.
• Beschriften nicht vergessen! (Datum, Pflanze, Alkoholart und Vol.%)

Der Sonnenhut wirkt antiviral, antibakteriell, schmerzstillend, immunstimulierend, wundheilend und auswurffördernd.
Die Tinktur wird klassischerweise zur Stärkung des Immunsystems innerlich angewendet (ihr kennt sicher das Echinacea aus der Apotheke). Man kann davon bis zu 30 Tropfen auf den Tag verteilt verdünnt in Wasser oder Tee einnehmen.
Vergesst nicht rechtzeitig zu beginnen – die nächste Grippewelle und Erkältungszeit mit Husten & Co kommt schneller als man denkt…
Äußerlich (auf ein Baumwolltuch ein paar Tropfen geben und die betroffenen Stellen damit abtupfen) bei Lippenherpes, Ekzemen, Furunkeln und kleinen Verletzungen.

⇒ ACHTUNG bei Korblütenallergie!!!


 


Der Erdkammersirup – altbewährtes Hausmittel

…rechtzeitig drauf schaun, dass man’s hat wenn man’s braucht…
Jetzt ist die richtige Zeit um den Spitzwegerichsirup als Erdkammersirup zuzubereiten.
Schon seit jeher das Hustenmittel der „1. Wahl“. Schleimlösend, Hustenreiz lindernd und so einfach herzustellen.

Und so gehts:
 Junge, frische Spitzwegerichblätter bei trockenem Wetter sammeln.
Ich geb auch immer ein wenig Quendel – das ist der kleine Bruder des Thymians –  dazu (geht natürlich auch Thymian) und ein paar Blättchen Salbei.
 Die Kräutlein klein schneiden um die Blattstruktur aufzubrechen und damit der Pflanzensaft leichter austreten kann.
 Nun schichtweise Spitzwegerich/Quendel/Salbei und Rohr-/Kandiszucker oder Honig in ein Bügelglas füllen. Mit Zucker/Honig beenden. Bügelglas dicht verschließen
 Jetzt im Garten (oder auch im Hochbeet) ein geeignetes Platzerl suchen (sollte möglichst sonnig sein) und sich mit einem Spaten oder einer Schaufel „bewaffnen“. Ein mindestens 3x so tiefes Loch wie die Höhe des Glases „buddeln“, das Glas hineinsetzen und wieder völlig mit Erde bedecken.
 Nicht vergessen, die Stelle zu markieren – sonst ist die Suche nach der Reifezeit mühsam…
 mind. 8 Wochen in der Erde lassen – je länger umso „gut“
 Ausgraben – jetzt müsste sich Zucker/Honig aufgelöst haben und sich mit dem Pflanzensaft vermischt haben.
• Glas gründlich von Erde befreien und vorsichtig öffen.
• Inhalt abseihen und in dunkle Gläschen oder Fläschchen abfüllen – beschriften nicht vergessen

Wenn’s dann wieder mal kitzelt im Hals und „Räusper-“ und „Hüstl“-Alarm ist über den Tag verteilt immer wieder ein Teelöffel vom Sirup nehmen. Auch Kinder ab 1 Jahr dürfen diesen Sirup nehmen – wenn mit Honig zubereitet.
ACHTUNG: Kinder im ersten Lebensjahr dürfen keinen Honig verzehren. In ihm können Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum vorhanden sein, deren Abbauprodukte zu lebensgefährlichen Vergiftungen mit Lähmungserscheinungen (Säuglingsbotulismus) führen können.

Der Spitzwegerich
Plantago lanceolata – Familie der Wegerichgewächse
Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Saponine, Gerbstoffe, Kieselsäure, antibiotische Stoffe,…
Wirkung: schleimlösend bei Husten, bei Katarrhen der oberen Luftwege, Bronchitis, Keuchhusten
Der Salbei
Salvia officinalis – Familie der Lippenblütler
Inhaltsstoffe: 
ätherische Öle, Salviol, Betulan, Butterstoff, Flavonoide, Gerbstoff, Salicylsäure,…
Wirkung:
 antibakteriell, entzündungshemmend, zusammenziehend, krampflösend,…
Der Quendel (wilder Thymian)

Thymus serpyllum – Familie der Lippenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoff, Flavone, Gerbstoff,…
Wirkung: antibakteriell, beruhigend, desinfizierend, krampflösend, schleimlösend,…
Der Honig
Inhaltsstoffe: Honig besteht aus über 200 verschiedenen Inhaltsstoffen, die Zusammensetzung kann je nach Honigsorte sehr unterschiedlich sein.
Wirkung: antibakteriell, antiseptisch, antimikrobiell, kräftigend.

Quelle: meine Oma Juliana


 


Oma’s Zwiebelsirup sagt dem Husten den „Kampf“ an…

…als ich noch ein Kind war hat ihn mir meine Mutter schon gegeben – jetzt erlebt dieser simple Sirup fast wieder eine „Renaissance“.
Wenn’s mal schnell gehen soll und sich der Kandiszucker im schwarzen Rettich noch nicht aufgelöst hat…
Alles was man dazu braucht: die gute Weiterlesen